Regal


Regal nach "Michel Klotz" im Germanischen Nationalmuseum zu Neurenberg. Dieses Instrument soll am Ende des 16. Jhr gebaut worden sein.
Es ist im Buch "Das Regal" von Reinhardt Menger 1973 beschrieben. Informationen stehen auf Seite 35, 37 und 37. Auch sind Abbildungen aufgenommen; Nr 4 von außen und Nr 12 von den Pfeifen.



Der Klavierumfang ist von C/E bis a² mit kurzer Oktave und ohne gis², insgesamt 41 Töne. Die Untertasten sind mit Schlangenholz belegt. Diese Holzsorte hat eine besondere Zeichnung. Die Obertasten sind aus Palisander, belegt mit Elfenbein.

Wir haben die Bauzeichnung vom Germanischen Nationalmuseum zu Neurenberg bekommen können, aber das Instrument ist größtenteils nach eigener Interpretation gebaut. Das zeigt sich am Windkasten, aber auch in den Verzierungen wie Intarsien.

Das Pfeifenwerk ist inspiriert durch das "Klotz" Regal aber nach eigener Interpretation konstruiert. Die Becher und Köpfe sind aus einem Stück gegossen und danach gebohrt für Kehle und Schallöffnung. Die Kehlen sind als Schiffchenkehlen aus einen Stück Messing getrieben. Der Winddruck ist 35 mm. Die Bälge werden von Hand betrieben und können vom Instrument abgenommen werden. Die Windversorgung mittels siebenfaltiger Bälge ergibt einen schönen, ruhigen Klang. Für den Transport kann die Windlade zwischen den Bälgen gelagert werden.



Während eines Präsentationskonzerts der mittelalterigen Orgel in der Kirche von Beerta am 31. März 2010 wurde auch dieses Regal bespielt. Es wurde von Willem Jan Hoevers aus Zuidbroek, der bei Orgelmakerij van der Putten beschäftigt ist, gebaut. Hoevers baute dieses Instrument in seiner Freizeit. Glockengießer Simon Laudy goss die Köpfe mit Winold van der Putten, der auch für Kehlen, Zungen und Intonation verantwortlich war. Wie bei vielen Regalen üblich sind keine Schallbecher vorgesehen. Das macht den Ton sehr direkt und etwas unpoliert. Die Klänge füllten ohne Mühe die Kirche von Beerta.