Kurze Geschichte der Orgelmakerij van der Putten


1989 gründeten Berend Veger und Winold van der Putten eine Orgelbauwerkstatt in Winschoten. Berend Veger war ausgebildeter Musiklehrer mit Nebenfach Cembalo, Winold van der Putten hatte als Orgelbauer bei der Firma Reil in Heerde gearbeitet.

Erste Aufträge waren Truhenorgeln für Jaques Ogg (continuospieler im "Orkest van de 18de eeuw")und das Conservatorium Groningen, sowie die Restaurierung der Orgel in Gandersum, Deutschland.

1998 wurde die Werkstatt nach Finsterwolde verlegt, in das ehemalige Hotel Hommes, später Gemeindehaus/ Rathaus von Finsterwolde. Hier war genug Platz für alle Aktivitäten.
1999 verließ Berend Veger den Betrieb, den Winold van der Putten nun allein fortsetzte.

Der bislang größte und wichtigste Auftrag war der Neubau der Orgel in der Evangelische Kirchengemeinde Bremen-Walle. Diese Orgel sollte so kompromißlos wie möglich im Stil der Zeit rund 1650 gebaut werden. Für dieses Projekt wurde auch eine eigene Gießerei aufgebaut, um das Material historisch richtig auf Sand gießen zu können. Hierzu wurde mit GoArt in Göteborg in Schweden und Harm Kirschner (http://www.orgelbauwerkstatt.de), Orgelbauer in Weener, Deutschland zusammengearbeitet.
Weitere Aufträge für Neubau und Restaurierungen folgten.
Die Orgelmakerij van der Putten preist sich glücklich, im Orgelgarten von Europa ansässig zu sein, deren Tradition sie sich verpflichtet fühlt.

2002 hatte Winold van der Putten einen schweren Autounfall, nach dem er die Firma nicht weiterführen konnte.
(Interview im Orgelzeitschrift: De Orgelvriend (auf Niederländisch)).
Ingrid Noack, langjährige Mitarbeiterin und Orgelbaumeisterin führte
den Betrieb weiter und ist seit 2006 offiziell Direktorin der Orgelmakerij
van der Putten b.v., an der auch Mense Ruiter Orgelmakers (http://www.menseruiter.nl)
in Groningen beteiligt sind.
Winold van der Putten arbeitet wieder als Freiwilliger und künstlerischer Mitarbeiter im Betrieb.

Glockengießer Simon Laudy (http://www.klokkengieterij.nl) hat seine Werkstatt hinter der Orgelmakerij, mit ihm besteht eine regelmäßige und anregende Zusammenarbeit.
2010 hat der Betrieb 5 Mitarbeiter, die als engagiertes Team zusammenarbeiten.
Wir teilen die Liebe zu historischen Orgeln und alte Stimmungen.